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Psychologische Probleme
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Wo und wie können Sie Hilfe bei psychischen Problemen finden?
Die Pflege zu Hause kann geistig und körperlich anstrengend sein. Viele Pflegende berichten über Gefühle der Überlastung. Um die eigene Gesundheit zu schützen und psychischen Beschwerden vorzubeugen, ist es daher sehr wichtig, dass Sie auch als Pflegende/r Wege finden, sich zu entlasten. Dafür sollten sie mögliche Überlastungen frühzeitig erkennen. Die Anzeichen für eine psychische Überlastung können unterschiedlicher Art sein: Sie können sich in Unruhe oder Reizbarkeit äußern, zu Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen sowie Antriebslosigkeit führen. Manche Menschen erleben starke Stimmungsschwankungen oder Gefühle von Hilflosigkeit und Depression. Bei anderen Menschen äußert sich die Überlastung in einem übermäßigen Konsum von Medikamenten, Tabak, Alkohol oder anderen Drogen. Kümmern Sie sich um sich selbst. Wenn Sie ähnliche Gefühle haben und sich psychisch belastet fühlen, scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Hilfe bei psychischen Problemen finden können: von der Suche nach einem Psychotherapieplatz bis hin zu anderen Hilfsangeboten.
Wo können Sie psychologische Unterstützung erhalten?
Hier finden Sie verschiedene professionelle Beratungsstellen, die Sie per Internet oder Telefon in ganz Deutschland kontaktieren können.
Pflegen-und-Leben.de
Pflegen-und-leben.de ist ein gemeinnütziger psychologischer Online-Beratungsdienst für pflegende Angehörige und Familien. Gesetzlich Krankenversicherte, die Angehörige pflegen, erhalten von speziell ausgebildeten Psychologinnen und Psychologen individuelle Hilfe – egal ob es sich um Ehe- oder Lebenspartner, Eltern, (erwachsene) Kinder oder Enkelkinder handelt. Die Hilfe ist digital und niedrigschwellig verfügbar und umfasst bis zu sechs Sitzungen.
Die Beratung ist individuell und persönlich und wird von einem Team von speziell ausgebildeten Psychologen durchgeführt. Alle Psychologen sind bei der gemeinnützigen Organisation Zentrum ÜBERLEBEN in Berlin angestellt und verfügen über eine therapeutische Zusatzausbildung. Die Fachkräfte unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Telefonseelsorge
Wenn Sie sich in einer Krise befinden, können Sie die Telefonseelsorge anrufen. Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erhalten Sie rund um die Uhr kostenlose Beratung.
Die Beratung ist immer anonym und kostenlos. Die Telefonseelsorge ist auch per Mail und Chat erreichbar.
Die Arbeit wird von den christlichen Kirchen in Deutschland getragen. Sie ist Ausdruck der pastoralen Verantwortung der evangelischen und katholischen Kirchen.
Weitere Informationen finden Sie auch online. Wenn Sie in Ihrer Muttersprache anrufen möchten, finden Sie hier Informationen zu internationalen Angeboten.
Sorgen-Tagebuch
Das Sorgen-Tagebuch wird von Freiwilligen geführt und betreut. Wenn Sie nicht reden möchten, können Sie ihnen Ihre Sorgen mitteilen, indem Sie sie in einer Art Tagebuch aufschreiben.
Bitte bedenken Sie: Die Menschen, die Ihnen helfen, können keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung anbieten. Ihre Antworten beruhen auf den Lebenserfahrungen und der persönlichen Einschätzung der Freiwilligen. Sie sollen den Schreibern helfen, mit ihren Problemen nicht allein zu sein, sie ermutigen und ihnen neue Wege aufzeigen. Beachten Sie bitte, dass Sie in das Sorgen-Tagebuch nur auf Deutsch schreiben können.
Informationen finden Sie hier.
Muslimisches SeelsorgeTelefon
Das muslimische SeelsorgeTelefon bietet die Möglichkeit, anonym und kostenlos mit geschulten muslimischen Ehrenamtlichen zu sprechen. Die Beratung findet auf Deutsch und dienstags auch auf Türkisch statt. Nach Absprache kann sie auch in Arabisch, Urdu, marokkanischem Arabisch, Französisch, Englisch und Bosnisch erfolgen.
Die Arbeit wird von Islamic Relief Deutschland und nicht-muslimischen Organisationen unterstützt. Es ist eine Zusammenarbeit über Religionsgrenzen hinweg.
Informationen finden Sie hier

Wie finde ich einen Psychotherapieplatz?
Wenn Sie glauben, an einer psychischen Krankheit zu leiden, und eine dauerhafte und intensive Beratung wünschen, kann eine Psychotherapie das Richtige für Sie sein.
Finden Sie zunächst heraus, ob eine Psychotherapie für Sie in Frage kommt. Dies können Sie online auf der Website „Wege zur Psychotherapie“ der Bundespsychotherapeutenkammer tun. Mehr Informationen finden Sie hier.
Natürlich können Sie auch mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. Sie oder er kann mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist, und Ihnen gegebenenfalls Therapeuten empfehlen.
Die Psychotherapeuten in Deutschland sind in 12 regionalen Kammern organisiert. Dort finden Sie eine Übersicht mit Kontaktinformationen zu allen Therapeuten in Ihrer Region. Mehr Informationen gibt es hier.
Alternativ können Sie auch die Arztsuche der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 116 117 nutzen. Dazu können Sie die 116 117 anrufen oder online gehen. Hier können Sie auch einen Termin vereinbaren. In dringenden Fällen bitten Sie Ihren Arzt um einen Überweisungscode. So erhalten Sie schneller einen Termin. Allerdings haben Sie dann keinen Anspruch auf einen bestimmten Therapeuten oder einen Termin Ihrer Wahl. Möglicherweise müssen Sie auch eine längere Anfahrt in Kauf nehmen. Hier finden sie Arzt- und Psychotherapeutensuche.
Bringen Sie zu Ihrem ersten Termin Ihre Versicherungskarte mit. Eine Überweisung ist nicht erforderlich. Das erste Gespräch wird auch als „psychotherapeutische Sprechstunde“ bezeichnet. Ziel ist es zu klären, welche psychischen Beschwerden Sie haben und ob Sie deshalb eine Behandlung benötigen. Es sind bis zu sechs Termine zu je 25 Minuten möglich. Wenn eine Behandlung ratsam ist, folgt eine „Richtlinientherapie“ auf der Grundlage Ihrer Diagnose. Mehr Informationen gibt es hier.
Gute Praxisbeispiele
Pflegen-und-leben.de ist ein gemeinnütziges psychologisches Online-Beratungsangebot für pflegende Angehörige und Familien. Gesetzlich krankenversicherte Menschen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, erhalten von speziell ausgebildeten Psychologinnen und Psychologen individuelle Hilfe – egal ob es sich um Ehe- oder Lebenspartner, Eltern, (erwachsene) Kinder oder Enkelkinder handelt. Die Hilfe ist digital und niedrigschwellig verfügbar und umfasst bis zu sechs Sitzungen. Die Beratung erfolgt durch ein Team von speziell ausgebildeten Psychologen.
Prävention von Gewalt in der Pflege
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet als gemeinnützige Stiftung Forschungsergebnisse, Instrumente und Praxiswissen für eine gute Pflege und Gesundheitsprävention. Sie wollen auch Gewalt in der Pflege verhindern, die oft durch psychische Überlastung verursacht wird.
Wenn Sie sich in einer Krise befinden, können Sie die Telefonseelsorge anrufen. Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erhalten Sie rund um die Uhr kostenlose Beratung. Die Beratung ist immer anonym und kostenlos. Der Telefonseelsorge ist auch per Mail und Chat erreichbar.
Bitte bedenken Sie: Die Arbeit wird von den christlichen Kirchen in Deutschland getragen. Sie ist Ausdruck der pastoralen Verantwortung der evangelischen und katholischen Kirche.
Weitere Informationen
Überblick über bezuschusste Krankenkassenangebote im Bereich der Gesundheitsprävention (Bewegung, Ernährung, Entspannung)
Je nach Krankenkasse bieten die Online-Portale einen Überblick über eine Vielzahl von qualitätsgeprüften Gesundheitskursen, wie z.B. Entspannungskurse, die von den jeweiligen Krankenkassen bezuschusst werden:
BARMER | DAK | HEK | IKK | KKH | KNAPPSCHAFT | SBK | TK MOBIL-Krankenkasse | VIACTIV
Website „Wege zur Psychotherapie“ der Bundespsychotherapeutenkammer
Ein breiter Überblick über Psychotherapien in Deutschland.
Sozialpsychiatrischer Dienst (Sozialpsychiatrischer Dienst)
Die deutschen Gemeinden müssen einen sozialpsychiatrischen Dienst anbieten. Sie bieten Beratung für Hilfesuchende, deren Angehörige und Menschen in ihrem sozialen Umfeld an. Eine wichtige Zielgruppe sind Menschen, die sonst keine Hilfe erhalten oder annehmen würden. Aufsuchende Hilfe steht daher im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Wenn Sie Interesse haben, suchen Sie einfach nach Ihrer Gemeinde und dem Begriff „Sozialpsychiatrischer Dienst“ – eine allgemeine Homepage zum Thema gibt es nicht. Den Sozialpsychiatrischen Dienst Frankfurt finden Sie zum Beispiel im Titellink.
Ratschläge für Angehörige, die Menschen mit psychischen Erkrankungen betreuen
Wenn Sie einen Menschen mit psychischen Problemen pflegen, bietet der Verein für Familienselbsthilfe wertvolle Tipps und Anregungen. Eine Linksammlung zu anderen Organisationen, die sich mit dem Thema Pflege und psychische Erkrankungen beschäftigen, rundet die Homepage ab. Die Website ist nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Französisch verfügbar.